Barcelona – Berlin – Bic
11. Dezember 2008
Der Blog sieht zwar aus, als würde hier überhaupt nichts passieren, aber in Wirklichkeit überschlagen sich die Ereignisse. Hier also unsere Erlebnisse vom Wochenende!
Dominik: Die letzte Woche war sehr anstrengend. Ich musste am Donnerstag mit meiner zweiten Combo in der Masterclass spielen. Da wir nur selten zusammen im Liceu proben konnten mussten wir uns außerhalb des Unterrichts treffen – also: abends. Wir haben uns in der portugiesischen WG des Bassisten getroffen und bis in die Nacht die Nachbarn unterhalten. Am Donnerstag haben wir dann vor versammelter Mannschaft gespielt. Es hat viel Spaß gemacht und ist auch besser gelaufen als in der Woche davor.
Am Freitag hieß es dann früh aufstehen und ab zum Flughafen – um 10.15 Uhr ging mein Flieger nach Berlin. Ich war total aufgeregt und saß den Flug über grinsend auf meinem Platz. In Berlin gelandet habe ich dann noch ein bisschen Fremdenführer gespielt und meine Spanischkenntnisse an hilflosen Touristen getestet. „Nächster Halt: Schöneweide – ein seltsames Gefühl plötzlich wieder alles verstehen zu können… Hier wurde ich dann von David in Empfang genommen. Nach einer kurzen Wohnungsbesichtigung in der Dominicusstraße 26 (2 Jahre WG mit mir hinterlassen wohl doch Spuren) sind wir erstmal was essen gegangen, bevor ich dann mit ihm ins JIB (seine neue Hochschule) gefahren bin und dort direkt einige Studenten kennengelernt habe. Danach gings ins Berliner Ensemble, um dort Sabin zu treffen. Nach einer kleinen Verschnaufpause habe ich dann mit einem großen Kribbeln im Bauch Lea vom Bahnhof abgeholt. Zusammen mit Sabin waren wir was essen und sind dann buchstäblich ins Bett gefallen. Was für ein Tag :-)
Am Samstag haben wir dann auch Marc vom Bahnhof eingesammelt. Wieder vereint haben wir eine geheime Privatführung durch das BE gemacht um anschließend dann noch in die neue WG von Sabin und Marc zu fahren. Es ist doch bemerkenswert, was sich manchmal hinter hässlichen mokkafarbenen Türen verbergen kann. In Schale geworfen haben wir uns dann an der Spree noch ein Berliner Kindl gegönnt und dann sollte es endlich losgehen. Für Sabins Fangemeinde war gesorgt. Lutz Hübner, Robert Frank, seine Familie und wir konnten es uns nicht nehmen lassen diesen wichtigen Abend mit ihm zu erleben. Hauptrolle in „Frühlingserwachen“ – Regie Claus Peymann, und das als Student! Ein toller Abend fand nach 3,5h und tosendem Applaus sein Ende. Wir haben natürlich noch lang gefeiert.
Am nächsten Morgen merkte ich wie schnell ein Wochenende vergehen kann. Schweren Herzens und mit vielen Gedanken und Eindrücken musste ich mich wieder verabschieden. Ein seltsamer Gedanke: Ich fliege jetzt nach Hause „Flight SX 4563 to Barcelona prepared for boarding“. Ein wundervolles Wochenende liegt hinter mir. Es war toll alle zu sehen, auch wenn die Zeit leider sehr kurz war. Nun beginnt die Zeit in der wir die verbleibenden Tage zählen können…
Max: Ich bin natürlich in Barcelona geblieben und hatte ein erlebnisreiches Wochenende. Freitag Mittag, nach der Uni, bin ich mit Katharina durch die Stadt nach Barceloneta gelaufen, weil so schönes Wetter war. Das Thermometer zeigte 20 Grad, und ich war im T-Shirt am Strand – am 5. Dezember! Abends war ich dann zu einem venezuelanischen Essen eingeladen, hab zum ersten Mal Muscheln gegessen, die waren sehr gut! Am nächsten Tag hab ich angefangen zu transkribieren, abends war ich dann in einer Gallerie und in einer Bar, wo Freunde aus dem Liceu mit ihrer Latin-Band gespielt haben. Am Sonntag war Museumstag, und wir wollten ins MNAC. Da waren wir auch, aber leider erst 10 Minuten vor schluss, wir hatten also nicht so viel Zeit und sind dann ins CCCB gegangen, wo wie die World Press Photo 2008-Ausstellung gesehen haben. Abends waren Dominik und ich wieder vereint und haben das mit einem leckeren Essen gefeiert.
Am Montag sind wir dann mit Katharina, Raffaela und Roman, unserem deutschen Arrangement-Dozenten, nach Vic gefahren, ein Ort nördlich von Barcelona und Schauplatz eines gigantischen mittelalterlichen Markts! Der Markt war total schön, unzählbar viele Stände, die dafür gesorgt haben, dass wir den gesamten Tag dort verbracht haben. Auf den Heimreise konnten wir dann erfahren, wie es sich anfühlt in einer Sardinenbüchse zu leben. Der Zug war dermaßen überfüllt, dass wir echte Probleme hatten überhaupt noch mitfahren zu können. „Glücklicherweise“ konnten wir dann noch einen Lichtwinkel entdecken, in den wir uns dann reinquetschten. Gemütlich war es auf jedenfall. Bis dann irgendwann der fiese Köpergeruch unseres unmittelbaren Stehnachbarns im überhitzten Zug (die Scheiben waren beschlagen) sich dazu entschloss auch mal zu gucken, was so außerhalb der Poren geschieht. Es war wirklich bestialisch. Mit einem schmörigen Belag auf der Zunge sind wir dann nach gefühlten 3 Stunden wieder in Barcelona angekommen.
Hier seht ihr noch ein Paar Bilder aus dem Parc de Labyrinth – dem ältesten Park Barcelonas. Hier fanden auch die Dreharbeiten für den Film „Das Parfum“ statt. Leider war das Labyrinth bereits etwas mitgenommen, aber ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Anschließend waren wir dann noch im Science-Museum. Ein enormer Gebäudekomplex mit vielen ausgefallenen Versuchsanlagen und einem Regenwald.
So langsam beginnt die Zeit des Verabschiedens. Wir werden die letzten Tage genießen, denn nach den Weihnachtsferien bleiben uns nur noch ein paar wenige Wochen!










hey!
ich will auch so wetter haben! hier ist es richtig schaebbig… hoffentlich wirds am wochenende gut, wollten in die city…
wer hat sich denn das wort „schmoerig“ ausgedacht, das hab ich ja noch nie gehoert!?
schon weihnachtsstimmung bei euch? wir holen morgen unseren (geschaetzt) 5 meter hohen baum und schmuecken ihn :)
bis bald, liebe gruesse an alle, ella